Ökostrom nimmt an Akzeptanz bei den Verbrauchern zu, das ist allseits bekannt.

Doch die Vorgaben, durch die sogenannter “grauer Strom”, gewonnen aus weniger umweltfreundlichen Energieträgern, in “grünen Ökostrom” umgewandelt werden kann, enthält Lucken.

Grüner Strom darf sich z.B. solcher nennen, der zu 100 Prozent aus Wasserkraft gewonnen wurde.

RECS: Renewable Energy Certification Scheme

Verschiedene Stromanbieter bewerben Stromprodukte als "Ökostrom mit RECS-Zertifikaten", womit die ökologische Qualität des Angebots nachgewiesen werden soll. Doch das ist irreführend: RECS-Zertifikate dienen jedoch lediglich als Nachweis, dass in einem bestimmten Kraftwerk eine bestimmte Menge an Strom aus erneuerbaren Energien produziert wurde.

Doch dieses Zertifikat kann auch eingekauft werden: Kauft ein deutscher Stromanbieter bei einem schwedischen Anbieter von Ökostrom, so kann dieser Deutsche Stromanbieter auch seinen grauen Strom (durch Kohlekraft erzeugter) mit dem RECS Zertifikat ausschreiben.

Grauer Strom billiger

Da grauer Strom billiger in der Herstellung ist als Grüner, kann durch diese Zertifikate ein Preisvorteil erzielt werden.

Wer nun grünen oder grauen Strom anbietet, kann man beim Branchendienst Verivox nachlesen.