Der Stromverbrauch ist in Deutschland trotz hoher Strompreise nicht gefallen. Nur in der Industrie kann derzeit ein geringerer Stromverbrauch festgestellt werden. Je nach Haushalt stieg der durchschnittliche Verbrauch in den letzten Jahren sogar bis zu 15 Prozent.

Die Tendenz des steigenden Stromverbrauchs ist schon seit einigen Jahren festzustellen meinen die Experten. Immer mehr Bürger schaffen sich zusätzliche Geräte an, einen größeren Kühlschrank und eine große TV-Anlage. Das erhöht den Stromverbrauch enorm. Immer höhere DSL-Anschlüsse benötigen auch einen Computer mit entsprechender Leistung, Flachbildschirme und Spielekonsolen sind auch in fast jedem Haushalt vorhanden. Wer sich einen neuen Fernseher kauft, der nutzt gleich eine größere Bilddiagonale, denkt dabei jedoch nicht an den höheren Stromverbrauch. Zwar sind in den letzten Jahren auch immer mehr effizientere Geräte auf den Markt gekommen, doch der Stromverbrauch in den Haushalten sind nicht. Selbst ein effizienter Kühlschrank verbraucht mehr, wenn er eine entsprechende Größe hat, mehrere Temperaturzonen und einen eingebauten Eis-Spender. Die Ansprüche im Haushalt steigen mit den Funktionalitäten der Geräte.

Die Verbrauchzentrale plant schon lange, die Bürger zum Energiesparen anzuregen. Bisher haben die Kampagnen noch wenig Erfolg. Allerdings bekommen viele Käufer keine gute Beratung in den Fachmärkten. Man muss als Käufer die Energieeffizienz immer ansprechen, um eine Auskunft zu erhalten. Zudem soll es jetzt noch strengere Vorschriften in Sachen Effizienz bei den Geräten geben. Es lohnt sich auch die Testberichte der bspw. Flachbildschirme aufzusuchen. Der Stromverbrauch für ganz Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent gesunken. Der Grund dafür ist jedoch nicht ein sparsamer Haushalt, sondern eine sparsame Industrie, wegen der Wirtschaftskrise. Wenn die Produktion sinkt, dann sinkt auch der Stromverbrauch.