Die Bundesregierung möchte die Energieversorger dazu verpflichten einen Stromspartarif einzurichten. Vor allem finanziell schwache Familien sollten dadurch einen großen Vorteil bekommen und nicht so hohe Stromkosten haben. Dies scheint jedoch ein Irrtum zu sein.

Die verpflichtete Einführung des Stromspartarifs soll nicht zur geplanten Entlastung der schwachen Haushalte führen. Laut einer Studie aus Wuppertal vom Institut für Klima, Umwelt und Energie gibt es keinen Anreiz Strom zu sparen und der neue Tarif soll keine großen Vorteile bringen. Das Bundesverbrauchsministerium hat diese Studie in Auftrag gegeben und ist über die Ergebnisse selbst sehr erschüttert. Der Tarif wird die Kunden mit einem hohen Verbrauch eher belasten und somit auch die einkommensschwachen Haushalte. Wenn viele Kinder in der Familie sind und nicht jedes Elternteil arbeiten geht, dann entsteht automatisch ein höherer Verbrauch im Jahr. Zudem können sich die Familien keine neuen Elektrogeräte leisten und arbeiteten mit veralteten und nicht energie-effizienten Geräten.

Pro verbrauchter Kilowattstunde kann man bei gleichzeitig höheren Preisen eine gewisse Freimenge im Jahr erarbeiten. Dies ist jedoch laut der Studie nicht lohnenswert. Im Gegenteil, die schwachen Familien würden sich in noch mehr Unkosten stürzen. Sinnvoller wäre eine Unterstützung beim Energiesparen und eine finanzielle Unterstützung beim kauf von Geräten mit der Effizienzklasse A++. Es wird jetzt geprüft, ob man die Hartz-IV Regelsätze erhöhen kann, vor allem für Personen die alleine in einem Haushalt leben. Zukünftig sollen solche Familie auch über das Energiesparen aufgeklärt werden und direkt Maßnahmen gezeigt bekommen, den Stromverbrauch im Jahr zu senken. Einfache Beispiel sind Energiesparlampen und ausschaltbare Steckdosenleisten. Ob die Ideen jedoch umgesetzt werden können ist noch unklar.