Der spanische Konzern Abengoa steuert erfolgreich ökologisch um. Der Technologiekonzern baut thermoelektrische Solarkraftwerke und im Januar geht das weltweit größte Kraftwerk ans Netz. Knapp 20 Kilometer östlich von Sevilla entstand für 80 Millionen Euro eine Anlage, die Strom erzeugen wird und den Verbrauch von 11.000 Haushalten versorgen kann.

Die Technik basiert auf großen beweglichen Spiegeln und nennt sich „Concentrated solar power (CSP) technology“. Diese Heliostaten konzentrieren das Sonnenlicht auf einen Brennpunkt in einem Solarturm. Jeder der 1255 Spiegel besitzt eine Fläche von 120 Quadratmetern. Im Solarturm wird Wasser auf über 1000 Grad erhitzt. Mit dem dabei erzeugtem Dampf wird eine konventionelle Dampfturbine angetrieben.

Das Unternehmen konnte ihren Nettogewinn dadurch drastisch steigern und bauen bereits an den nächsten zwei Anlagen, die mit jeweils 50 MW mehr Leistung ans Netz gehen sollen. Dabei wird eine Spiegelfläche von 300.000 Quadratmetern umgesetzt und 120 Hektar Land bedeckt. Der positive Vorteil dieser Anlagen ist, dass fast 32.000 Tonnen weniger schädliches CO2 in die Luft abgegeben wird. Ab 2011 sollen noch weiter Werke gebaut und geplant werden. Die kosten belaufen sich insgesamt auf 500 Millionen Euro. Dabei werden jedoch auch 600 Arbeitsplätze beim Bau und 60 in einem Betrieb geschaffen.

Insgesamt wurden in Spanien 50 dieser Projekte genehmigt. Ab 2015 sollen allein zwei Gigawatt Strom aus den drei Kraftwerken kommen. Bis zum Jahr 2050 kann das Land Spanien das 55.fache seine Strombedarfs erzeugen und den Strom auch in andere Länder einspeisen. Das Land ist in einer guten Position solche neuen Energien zu entwickeln. Greenpeace hofft auch auf weiter Werke.

Das Unternehmen Abengoa exportiert die Technik schon in die Vereinigten Staaten. Dort soll das nächste Kraftwerk 2011 ans Netz gehen und 280 MW Leistung haben. 800 Millionen Euro werden investiert, wobei der Staat 30 Prozent subventioniert. In Arizona soll auch eine eigene Fabrik zur Herstellung der Solarspiegel errichtet werden.