Der Gasstreit scheint offensichtlich auf das Ende zuzugehen. Doch dessen Auswirkungen sind noch lange nicht vorüber. Die Diskussionen über das Gas und den Strom fangen gerade erst an.
Erst kürzlich forderte der Wirtschaftsminister Michael Glos auf der jährlichen Handelsblatttagung ein Ende der Abhängigkeit von den ausländischen Gaslieferung, wie sie bisher von Russland getätigt wurden. Er kritisiert, dass man mit eigenen Gaswerken die bisher verlorenen Chancen der Wärmenutzung besser fördern könnte. Er sieht außerdem die Zukunft in Flüssiggas.
Die geplanten Pipelines befürwortete der Wirtschaftsminister trotzdem. Durch die Nord-Stream-Pipeline würde zwar russisches Gas fließen, jedoch direkt zwischen Russland und Deutschland und nicht über andere Länder, wie bisher die Ukraine. In Planung ist auch eine Nabucco Pipeline. Sie zielt auf die zentralasiatischen Gasvorräte in der strategischen Ellipse. Die strategische Ellipse bezeichnet ein gedachtes Gebiet in Ellipsenform, welches sich vom Nahen Osten über den Kaukasus bis in den Norden Russlands erstreckt.
Insgesamt ist der Minister jedoch skeptisch gegenüber Gaswerken. Interessant für ihn sind immer noch die einheimische Kohle, die auch für die Umwelt besser abschneidet oder ein Atomkraftwerk. Außer Acht gelassen hat er jedoch die regenerativen Energiequellen. Diese sollen viel mehr gefördert werden, sodass bald ganz Deutschland aus den umweltfreundlichen Ressourcen Strom bekommen könnte. Ein Beispiel sind die neu gebauten Windanalgen an den Nord- und Ostseeküsten oder auch die vielen Solarzellen, die sogar schon auf den privaten Häusern zu finden sind.



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