In den nächsten Jahren soll ein spektakuläres Projekt im Bereich der regenerativen Energien starten. Bereits Mitte Juli wollen sich deutsche Konzerne zusammenschließen und einen Solarpark in der Wüste Sahara errichten.
Die Sahara ist ein Gebiet, bei dem mehrere Quadratkilometer wirtschaftlich ungenutzt Fläche vorhanden sind. Jetzt soll hier ein großes Solarkraftwerk entstehen und dabei nicht nur Deutschland, sondern auch Teile von Europa und Afrika mitversorgen können. Insgesamt wird das Projekt 400 Milliarden Euro kosten. Die deutschen Firmen Siemens, RWE, die deutsche Bank und die Münchner Rückversicherungsgesellschaft haben diese Initiative für Ökostrom selbst geplant und wollen dies jetzt verwirklichen. Trotz Wirtschaftskrise soll das Geld aufgebracht werden, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Das Thema Solarstrom aus der Wüste wird schon lange diskutiert. Bisher hatte jedoch niemand den Mut, ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen. In den nächsten zwei bis drei Jahren werden konkrete Umsetzungspläne vorliegen. Im Juli wird die erste Sitzung der Firmen stattfinden. Wer genau an dieser Sitzung teilnimmt, wird jedoch geheim gehalten. Es könnten mehrere Bundesministerien und der Club of Rome beisitzen.
Insgesamt soll die gewonnene Solarenergie den kompletten nordafrikanischen Energiehaushalt decken können und zusätzlich 15 Prozent von Europa versorgen. Um dies realisieren zu können, muss eine enorme Hochspannungsleitung nach Europa geführt werden. Von dort aus könne der Strom dann in die einzelnen Länder verteilt werden. Bisher konnte noch kein Projekt dieser Größe in Afrika realisiert werden. Allerdings wurden bereits nordafrikanische Partner gefunden und auch Italien und Spanien sind von diesem Projekt begeistert. Das Energiepotential der Wüste soll nun endlich genutzt werden. Technisch ist diese Anlage ohne Probleme realisierbar. Immerhin scheint in der Sahara durchschnittlich 11 Stunden am Tag die Sonne.