Aufgrund von Rezessionen sinkt der Stromerbrauch. Nun wollen Großanbieter bei den Versorgern endlich niedrigere Strompreise durchsetzen. Denn die Wirtschaftskrise macht sich auch bei den Strompreisen bemerkbar. Auch der Preis an sich ist in dem Fall ein Problem. Ein Drittel der Belegschaft wurde jetzt durch den Verbraucher Voll Roll Infratec entlassen. Dazu zählt auch die Gießerei Moudon. Das geschah, weil man mit den derzeitigen Strompreisen nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Diese Entwicklung wird sorgt für eine sinkende Nachfrage und damit kommt es zu Überschüssen.

Der Marktbeobachter Walter Müller rechnet sich Chancen aus, dass es bald Preisnachlässen geben wird. Wenn genügend Nachfragedruck herrscht, steigen auch diese Chancen. Die Preisunterschiede für das Produkt sind gravierend. Der Marktbeobachter kann diesen Schluss auf Grund des Internet-Tarifrechners seiner Firma ziehen. Für das Gleiche Produkt findet der Rechner enorme Differenzen vor. Es gibt aber keine festen Regeln, wo mit hohen Preisen zu rechnen ist. Doch das Kantonswerk des Kantons Zürich zählt oft zu den günstigsten. Nun soll sich das Nachhaken für Verbraucher wieder lohnen. Auch der Gang zum Elektrizitätsmarktregulator ElCom.

Doch auch aus anderen Gründen soll es sich für Verbraucher lohnen. Stromberatungsfirmen, wie die Enterprice rechnen mit heißen Gesprächen, wenn es um die neue Tarifrunde im Herbst geht. Es werden zahlreiche Verträge der Großkunden ablaufen. Diese waren im Jahr 2001 geschlossen worden. Somit müsse man Neue aushandeln und vermutlich auch neu formulieren. Mehr wirtschaftlicher Druck könnte ebenfalls für etwas Bewegung in der Branche sorgen. Seitdem notdürftige Werke vom Bundesrat begünstigt worden sind, wurden mittlere und kleine Elektrizitätswerke unter Druck gesetzt. Man wollte es mit Wettbewerbsinitiative kontern. Von dieser Entwicklung könnten auch Großkunden etwas haben.