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Kurz vor der Bundestagswahl sollte man sich auch genau informieren, wie die einzelnen großen Parteien zur Energiepolitik stehen. Auch in diesem Jahr sind die Energien ein entscheidendes Thema, was nicht nur die Parteien, sondern auch die Massen spaltet.

Die wichtigsten Punkte betreffen vor allem die Verlängerung der Laufzeit der Atomkraftwerke, der Klimaschutz, das Verhalten mit den Kohlekraftwerken und die Energieeffizienz. Jede Partei hat hierfür ein anderes Wahlprogramm erstellt, um die Wähler von ihren Ansichten zu überzeugen. Dabei fällt jedoch auf, dass es kaum konkrete Konzepte gibt, sondern die Parteien nur sehr grobe Angabe zu der Energiepolitik machen. Außerdem kommt es auch immer wieder vor, dass sich die Meinungen von den Politikern im Fernsehen von dem Wahlprogramm der jeweiligen Partei unterscheiden. Die CDU/CSU zum Beispiel seiht die Atomkraft als unverzichtbar momentan im Energiemix und strebt somit auch eine längere Laufzeit der Atomkraftwerke an. Ein Neubau soll es jedoch nicht geben. Zusatzgewinne der Betreiber aus der Laufzeitverlängerung sollen überwiegend in die Forschung für Energieeffizienz, erneuerbare Energien und zur Senkung der Strompreise genutzt werden. Somit will die CDU auch die Energieziele der EU und Deutschland einhalten. Eine ähnliche Meinung zu diesem Thema vertritt die FDP. Sollte es hier eine Koalition geben, dann wird kein Atomausstieg angestrebt.

Die SPD will jedoch den Atomausstieg bis zum Jahr 2021 durchsetzen. Außerdem soll sich die Industrie selber an der Renovierung der Atommülllager beteiligen. Bis zum Jahr 2020 strebt die SPD an, dass die Stromversorgung zu 35 Prozent aus erneuerbaren Quellen bestehen soll. Bis zum Jahr 2030 sogar zu 50 Prozent. Allerdings will die SPD auch neue Kohlekraftwerke unterstützen. Auch die grünen halten an einem Atomausstieg fest. Ebenso fordert die Linke, dass die Atomanlagen stillgelegt werden. Sie setzen beide stark auf erneuerbare Energien, wissen jedoch nicht, wie das umzusetzen ist.