Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE erwägt den Bau eines neuen Atomkraftwerks. Allerdings soll dies nicht in Deutschland stehen, sondern nach Großbritannien ausgelagert werden. Die britische Tochter „RWE npower“ erwarb Optionen auf den Kauf von Grundstücken in Wales. Der Standort hätte ein großes Potential für ein neues Kernkraftwerk und das Unternehmen möchte diese Methode der Energiegewinnung vorantreiben.
Nach RWE-Angaben erhielt die Tochterfirma Netzanschlussrechte für ein neues Atomkraftwerk. Dadurch gibt es die Möglichkeit 3,6 Gigawatt Strom in das nationale Netz einzuspeisen und den Bedarf von fünf Millionen Haushalten zu decken. Somit plant das Unternehmen RWE in diesem Jahr noch eine Investition in Höhe von 1,02 Milliarden Euro. Dazu zählen auch Investitionen in neue Gaskraftwerke und Windanlagen. Am Standort in Wales existiert bereits ein Kernkraftwerk. Es produziert 40 Prozent des walisischen Strombedarfs. Dennoch geht es 2010 vom Netz.
Auch in Deutschland tut sich etwas im Bereich Atomkraft. Ab Januar soll das Bundesamt für Strahlenschutz das Atommülllager Asse übernehmen. Somit soll die Schließung des maroden und umstrittenen Lagers schneller voran gehen. Deshalb gilt schon ab der Übernahme das strengere Atomrecht und nicht mehr das Bergrecht. Das Zentrum stand bereist nach mehreren Pannen im Umgang mit radioaktivem Müll in der Kritik. In dem Bergwerk lagern 126.000 Fässer mit Atommüll. Fachleute prüfen jetzt mehrere Möglichkeiten zur Schließung. Entweder wird das Bergwerk geflutet oder die Fässer werden aufwendig geborgen.








2 users commented in " Neues Atomkraftwerk geplant "
Follow-up comment rss or Leave a Trackback[...] ist nicht produktiv für den Ausbau der erneuerbaren Energiequellen. Durch das Abschalten von Atomkraftwerken können Produktionskapazitäten wegfallen und würden sie durch den Ausbau von [...]
[...] abzuschalten und auf regenerative Energiequellen umzusteigen. China hingegen will deutlich mehr Atomkraftwerke in Betrieb nehmen, als es bisher geplant [...]