Ein Kraftwerk in der Schweiz macht es vor Strom aus überschüssigem Druck zu erzeugen. Somit wird der Druck nicht einfach aus der Gasleitung abgelassen, sondern sinnvoll genutzt. Mittlerweile hat die Schweiz zwei dieser Kraftwerke in Betrieb genommen und kann andere Länder verblüffen. Doch diese Weiterentwicklung soll sich nicht nur auf die Schweiz beschränken, sondern auf ganz Europa ausgeweitet werden.
Die Funktionsweise ist recht einfach. Das Erdgas wird auf dem langen Weg zu den Energieverteilern mit einem Druck von 50 bis 70 bar verdichtet. An der Übergabestelle wird der Druck wieder auf 5 bar herunter gesenkt. Normalerweise verpufft diese Überschüssige Energie. Mit einer entsprechenden Anlage hingegen lässt dich diese in einer Turbine über den Generator zur Erzeugung von Strom nutzen. Ein komplettes Kraftwerk würde aus einem Erdgasblockheizwerk, einem 8-Zylinder Turbolader und einer zweistufigen Erdgas-Entspannungsanlage bestehen. Mit rund 30.000 Umdrehen könnten sich die Turbinenräder drehen. Das ist um ein Vielfaches schneller als konventionelle Turbinen. Gemeinsam liefern die Anlageteile rund 711 KW Strom. Davon kann man 1200 Haushalte versorgen. Ein zweiter positiver Aspekt der Anlage ist, dass die CO2-Emission reduziert werden würde auf gut 1800 Tonnen CO2 pro Jahr weniger. Doch ohne eine gewisse stetige Menge an Erdgas lohnt sich solch ein Kraftwerk nicht. Das bedeutet man braucht in der nähe eines Werkes auch genug Abnehmer des Erdgases. Mindest 15 Lokalversorger sind dafür notwendig. Deswegen müssen die Vorbereitung genau geplant werden, um die Idee in noch weiteren Ländern umzusetzen. Die Schweiz wird diese Energiequelle nutzen und hat momentan noch zehn weitere Standorte im Auge.








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