Das Mess- und Zählerwesen soll in Deutschland weiter liberalisiert werden. So will die Regierung einen neuen Wettbewerb auf dem Energiemarkt schaffen. Die Bundesnetzagentur hat dafür einen Entwurf zur Festlegung bundesweit einheitlicher Geschäftsprozesse vorgelegt.
Mit der Festlegung sollen die Voraussetzungen für einen diskriminierungsfreien Zugang von Wettbewerbern zum Messstellenbetrieb und zur Messung geschaffen werden. Außerdem wird es konkrete Regelungen für die standardisierte und rechtssichere Erhebung und Übermittlung von Messwerten geben. Diese Übermittelung findet zwischen allen Marktbeteiligten statt und wird komplett vorgegeben. Der Datenaustausch soll dabei in erster Linie automatisiert werden und vor allem in einem einheitlichen elektronischen Datenformat erfolgen. Der Verbraucher bekommt dabei die Vorteile von mehr Wahlmöglichkeiten und einer besseren Transparenz. Durch die neuen Geschäftsmodelle wird der Markt auf eine andere Weise neu belebt und es wird innovative Techniken geben. Die Verbraucher können Kosten und Energie einsparen, vor allem wenn man in den Bereich Smart Metering schaut. Der Präsident der Bundesnetzagentur Matthias Kurth hat jetzt die neuen Regelungen vorgestellt.
“Der Zugang zu Messstellenbetrieb und Messung muss transparenten und formalisierten Grundsätzen folgen. Fehlerquellen und Konfliktpotenziale im Prozessablauf sollen ausgeschlossen werden”, erläuterte Kurth. Außerdem sind dem Wettbewerb in diesem Bereich auch gute Rahmenbedingungen vorausgesetzt, die erst jetzt geschaffen und gesichert werden konnten. Es besteht eine Basis, die alle zukünftigen Prozesse auch verlässlich abwickeln kann. Die neuen Regelungen werden bundesweit gelten und sollen sowohl für den Strombereich, als auch für den Gasbereich gelten und einheitlich sein. Alle Marktbeteiligten können noch bis Mitte August zu diesem Vorschlag Stellung nehmen.



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