Die japanische Nuklear-Katastrophe in Fukushima überschattet derzeit fast alle anderen Themen und führte zu einem erheblichen Machtverlust der CDU und FDP in den Landtagswahlen Baden-Württembergs und Rheinland-Pfalzes. Die Wähler zogen aber noch andere Konsequenzen: Ökostrom boomt derzeit wie noch nie. Anbieter werben aber auch mit Gas. Günstiges Gas kann ggfs. auch eine Alternative zum Atomstom sein. Zudem schnellen an den Börsen die Aktien der Unternehmen in die Höhe, die aktiv zu einer grünen Zukunft beitragen. Immer mehr sind auch Anlageprodukte gefragt, die regenerative Energieerzeugungs-Projekte finanziell unterstützen.
Auch die GLS-Bank und die Ethikbank konnten massive Zuwächse ihres Kundenstamms verzeichnen. Diese Kunden wollen unethische Geldanlagen, z.B. in Waffenproduktion, aber auch in Atomernergie vermeiden. Die Verbraucher wachen also langsam auf. Seien auch Sie dabei und beziehen Sie grünen Strom. So kann man seinen Willen an der Umgestaltung unseres Landes hin zu einer moralischeren Gesellschaft, die sich auch für die Belange der Natur interessiert, am effektivsten ausdrücken.
Was neben dem Beziehen von regenerativem Strom auch wichtig ist: die Verbrauchsvermeidung. Besonders, wenn man neu baut oder renoviert, kann man z.B. durch Wärmedämmung enorme Einsparpotenziale nutzen. Es sind sogar seit längerem Null-Energie-Häuser auf dem Markt. Was aber nun Forschern der Technischen Universität Dresden gelang, grenzt an eine Sensation:
Haus mit positiver Energiebilanz
Einem Team mit Forschern aus verschiedenen Disziplinen ist es gelungen, ein Haus zu konstruieren, welches nicht nur keine externe Energiezufuhr benötigt, sondern sogar noch Strom erzeugt. Diesen Strom kann der Hausbesitzer also sogar noch für gutes Geld verkaufen.
Weder Strom, noch Gas, noch Öl oder Benzin wird gebraucht, um das Haus von 142 m² Wohnfläche mit ausreichend Wärme und elektrischer Energie zu versorgen. Zudem werden noch zwei Elektroautos und ein elektrischer Roller mit genügend Strom versorgt, um je eine jährliche Fahrleistung von 29 000 Kilometer zu ermöglichen.
Nach Angaben der Webseite der TU Dresden unterscheidet sich das Gebäude äußerlich nicht von einem normalen Haus. Elektrische Energie wird durch Solarpanele auf dem Dach gewonnen. Das Heizen wird durch Erdwärme sichergestellt. Auch die Außenluft wird genutzt. Das Haus soll in Serienproduktion weitaus weniger als die für den Prototyp anvisierten 960 000 Euro kosten.



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