Im Moment verhalten sich die Energieunternehmen noch recht optimistisch. Die Ziele für 2009 werden zwar stark festgehalten, doch auch E.ON und RWE spüren die Finanzkrise deutlich. Die Bedingungen in Projekte zu investieren werden härter. Trotzdem werden diese weiter betrieben, vor allem im Bereich erneuerbare Energien. Doch auch der Emissionshandel geht nicht spurlos an der Branche vorbei.
Für 2009 sehen die großen Unternehmen noch keine überwältigenden Sorgen anstehen, doch für 2010 und 2011 wird es ungewiss. Der Grund dafür ist die Rückentwicklung der Energiepreise. In diesem Jahr sind jene zwar gestiegen, doch die Großhandelspreise sollen weiter fallen. Auch die politischen Einflüssen werden Spuren hinterlassen. So sehen die Klimabeschlüsse der EU eine komplette Ersteigerung der Emissionszertifikate für die Branche ab 2013 vor. Dafür sollen jedoch die Energieerzeuger Investitionszuschüsse bekommen, für die Erneuerung der Kraftwerke. Experten meinen jedoch, dass dies Wettbewerbsverzerrungen mit sich bringt. Die Investitionszuschüssen können die Ausgaben für die Rechte nicht kompensieren und somit sind die Bedingungen für Kohlekraftwerke weiterhin schlecht, trotz der Zugabe für die emissionsärmeren Technologien.
Die Auslandsbeteiligung der Unternehmen soll auch 2009 noch nicht abbrechen. Dennoch wird die Finanzkrise wenig Spielraum lassen. E.ON hatte sich im vergangenen Jahr beispielsweise die Mehrheit an einem russischen Stromproduzenten gesichert. RWE hat momentan noch interne Konflikte zu lösen. Deswegen muss der Plan, die Konzernstruktur zu erneuern und effizienter zu gestalten, noch ein wenig warten.








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