Energieeffizienz im Eigenheim wird Bauherren und Immobilienbesitzern immer wichtiger und hat jede Romantik längst abgehängt. Mit zunehmender Diskussion um Strompreise und alternative Energien entdecken mehr und mehr Häuslebauer die Chancen, die im Wohneigentum stecken.

Die Chancen als Immobilienbesitzer

Das Eigenheim stand schon immer hoch im Kurs, seit jedoch Horrorszenarien von unaufhaltsam steigenden Strompreisen kursieren, werden sich viele Eigenheimbesitzer ihres Vorteils erst richtig bewusst. Die Krise in Nordafrika, der daraufhin steigende Ölpreis, jetzt die japanische Kernkraftwerkskatastrophe und das Atom-Moratorium der Bundesregierung – kein Weg scheint an steigenden Energiepreisen vorbeizuführen. Da schaut man sehr schnell auf die Ersparnisse, die das eigene Haus ermöglicht. Energieeffizient soll es sein, eine Solaranlage gehört eigentlich dazu, auch der Öko-Garten.

Fast 60% der Bundesbürger würden sofort, wenn sie denn könnten, so bauen, z.B. ein neues Fertighaus der modernsten Art. Die es können, tun es bereits seit einigen Jahren, und zwar mit großem Erfolg. Wenig spektakulär vollzieht sich der Ausbau von Solaranlagen insgesamt – also auch Solarheizungen – und der Photovoltaik im Besonderen, aber die Besitzer profitieren kräftig und blicken zudem in eine wahrhaft sonnige Zukunft. Auch die Förderung der Energieeffizient durch Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) werden eher am Rande erwähnt, dabei hat sich hier eine kleine Revolution vollzogen. Wer alle Möglichkeiten nutzt, könnte im Eigenheim bald mindestens so preiswert leben wie in einer Stadtwohnung – Energieeinsparungen sei Dank.

Die Möglichkeiten genau prüfen

Teure Umbaumaßnahmen könnten jedoch verpuffen, wenn nicht alles vorher genau geprüft wurde. Dazu raten Experten, die Privatleute, Unternehmen und Kommunen zur Energieeffizienz beraten. Auch wenn es gegen die menschliche Natur ist – im Sommer sollte stets an den Winter gedacht werden. Dann ist die beste Zeit, ein Gebäude energieeffizient umzubauen. Durch Thermografieaufnahmen werden die Quellen der Energieverschwendung sichtbar. Durch eine Dämmung der Gebäudehülle können schnell bis zu 30% Energie gespart werden. Es kostet nach einer Faustregel etwa 100,- EUR / m², die Fassade wirklich abzudichten – über Einsparungen kommt das Geld in wenigen Jahren mühelos wieder herein. Diese Maßnahmen werden zum Beispiel von der KfW gefördert.