Das neue Jahr 2009 soll besonders auf Grund der Wahl zu einem bedeutenden Jahr werden. Zwischen den Befürwortern der erneuerbaren Energien und den Unterstützern der Atomkraft wird es einen mächtigen Wahlkampf geben.

Schon die letzten zehn Jahre wurde die Energiewende eingeleitet. Deutschlands Strom soll in Zukunft immer mehr aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Sollten die großen Konzerne jedoch nicht mehr über einen Ausstieg bei der Atomkraft nachdenken, könnte der Prozess der Energiewende und den Ausbau regenerativen Energiequellen verlangsamen. Da die durch die EU festgelegten CO2-Emissionen sowohl Ober- als auch Untergrenzen seien, würde die durch den Weiterbetrieb von Kernkraftwerken eingesparte Menge an CO2 andernorts in der EU zusätzlich emittiert. Die deutschen Vereinigungen für Ökostrom haben sich deshalb zu einer Pressekonferenz entschlossen, um die Bürger und Politiker über die wichtige Wahl zu informieren.

Momentan kann die gewonnene Elektrizität nicht vollständig in das Netz eingespeist werden, da immer noch Kohle- und Kernkraftwerke den Betrieb nicht zurücknehmen. Das ist nicht produktiv für den Ausbau der erneuerbaren Energiequellen. Durch das Abschalten von Atomkraftwerken können Produktionskapazitäten wegfallen und würden sie durch den Ausbau von Ökostrom kompensiert werden. Die Politik dürfe demnach ihre Macht im Wahlkampf 2009 nicht unterschätzen.

Neutrale Stromnetze sind die wichtigsten Voraussetzungen im Hinblick auf die Zukunft. Wissenschaftler könnten neue Innovationen auf den Markt bringen und das Stromnetz würde nicht mehr nur in den Händen der vier großen Konzerne E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW liegen. Für alle Stromversorger und Nutzer sollten die gleichen Bedingungen geschaffen werden. Funktioniert die Neuordnung im Stromnetz, kann sie auf das Gasnetz übertragen werden, wo der Wettbewerb momentan noch sehr beeinträchtigt ist.