Die erneuerbaren Energien, die zum Beispiel aus Wind- oder Sonnenkraft gewonnen werden, haben auch 2008 bei der Erzeugung von Strom und Wärme zugelegt. Auch für das Jahr 2009 sind weitere Projekte in Sachen Ökoenergie geplant, die auch bald umgesetzt werden sollen.

Der Gesamtanteil am Energie-Endverbrauch habe aber bei 9,6 Prozent stagniert. Das liegt vor allem daran, dass die Herstellung von Biosprit um rund ein Fünftel zurückgegangen ist. Ein weiterer Grund ist die Rücknahme von Steuervergünstigungen für Bio-Diesel und Pflanzenöle. Der Anteil von Öko-Strom an der Stromversorgung ist jedoch gestiegen und wird noch weiter wachsen, meinen die Experten. Dieses Jahr konnte der Anteil schon mit 15,3 Prozent verzeichnet werden, wo er letztes Jahr noch bei 14,5 Prozent lag. Der größte Beitrag kam dabei von der Windkraft. Direkt darauf folgt die Bioenergie. Bei der Wärmeversorgung machten die erneuerbaren Energien 7,3 Prozent, statt vorher 6,8 Prozent aus. Sie vermeiden vor allem Treibhausgase und verringern die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten.

Der aktuelle Gas-Streit zwischen Russland und der Ukraine zeigt, wie wichtig eine Umstellung auf diese Energien ist. Mit dem größten ostdeutschen Gasimporteur Verbundnetz Gas AG meldete erstmals ein großes deutsches Unternehmen, dass kein Gas mehr aus der Ukraine in der Bundesrepublik ankommt. Russland ist der wichtigste Gaslieferant der deutschen Haushalte und Unternehmen mit einem großen Anteil von 37 Prozent. Die Gasspeicher sind jedoch noch gut gefüllt und es gibt vorerst keine Einbrücke in der Versorgung.