Einer neuen Studie zufolge verbrauchen die Infrastruktur für das Internet und die Firmennetzwerke in Deutschland im Jahr so viel Strom, wie vier mittelgroße Kraftwerke erzeugen können. Das teilte jetzt der Branchenverband Bitkom mit.
Viele Firmen haben ihr eigenes Rechenzentrum und eine große Struktur an Servern erstellt, damit das Arbeiten innerhalb des Unternehmens leichter ist. Genau diese Struktur kostet jedoch sehr viel Strom im Jahr. Für die Versorgung aller Anlagen werden insgesamt 10,1 Terawattstunden Strom benötigt. Das macht 1,8 Prozent des gesamten deutschen Energieverbrauchs aus. Im ganzen Land gibt es 2,2 Millionen Computer, die in einer solchen Infrastruktur mit eingebunden sind. Die Kosten belaufen sich im Jahr auf insgesamt 1,12 Milliarden Euro. Die Privatcomputer oder die Computer an den Arbeitsplätzen im Büro sind in diese Rechnung noch nicht mit einberechnet. Unternehmen könnten die Stromkosten für ihre Netzwerke schon durch einfache Schritte um rund ein Fünftel senken. Dafür muss man jedoch auch eine umfangreiche Energieanalyse im Unternehmen durchführen lassen. Wenn kleine und mittelständische Unternehmen diese Möglichkeit nutzen, dann könnten im kommenden Jahr insgesamt 204 Millionen Euro eingespart werden. Allerdings muss man hierfür auch das Netzwerk entsprechend umbauen.
Am eigenen Arbeitsplatz kann man auch beim Stromsparen helfen, indem man den Bildschirmschoner deaktiviert. Wenn man eine aufwendige Animation eingestellt hat, kann man sogar bis zu 50 Prozent an Strom einsparen. Lieber sollte man den Monitor komplett ausschalten, wenn man den Platz verlässt. Wer dies oft vergisst, der kann auch einschalten, dass der Monitor automatisch in den Ruhezustand geht, sobald man den Platz für 10 oder 15 Minuten verlässt.








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